SEO bei Mediendateien in verschiedenen Sprachen

Da ich mich schon ein Zeitchen intensiv mit SEO beschäftige, werde ich öfters mal zu meiner Meinung zu Details von Suchmaschinenoptimierungen gefragt. Ich habe mir vorgenommen, interessante Fragestellungen, die vielleicht auch andere interessieren, hier zu verbloggen. Der Anfang macht das Thema Optimierung von Mediendateien in verschiedenen Sprachen.

Fragestellung

In einem zweisprachigen Blog (Texte werden jeweils in beiden Sprachen publiziert), nutzen die Autoren in der Mediathek in beiden Sprachen das gleiche Bild. Ist dann die Beschriftung der Bilder (in englisch) ein SEO Nachteil für deutschsprechende Sucher?

Meine Meinung

Das sollte kein grosses Problem sein. In der Regel können ja Keywords im Dateinamen, im Bild Title Tag, im Alt-Tag und in einer eventuellen Beschreibung verwendet werden.

Google hat es inzwischen ziemlich gut im Griff, anhand dieser verschiedenen Elemente zu bestimmen, was auf dem Bild zu sehen ist. Sehr wahrscheinlich werden sie auch eine Bilderkennung einsetzen, die probiert zu bestimmen, was auf dem Bild zu sehen ist. Ausserdem wird auch interpretiert, was im umliegenden Text so steht.

Wie gut dies Google schon kann, siehst du am besten im neuen Google Fotos. Wenn du dort eine Sammlung drauf hast, dann “sieht” Google sehr gut, was auf den Bildern drauf ist. In der Suchfunktion stellt dir Google gleich schon verschiedene “Alben” zusammen, mit zusammenpassenden Bildern. Also z.B. Tiere, Katzen, Berge, Bäume, etc., etc. Dies wird in erstaunlich guter Qualität gemacht. Schätze das die Trefferquote sicher zwischen 95 und 100% liegt.

Wenn ich nun in der Suche von Google Fotos z.B. nach Mountains suche, bringt mir Google meine Bilder mit den Bergen drauf. Das gleiche mit Trees, Forest etc.

Genau die gleichen Mechanismen wird Google auch in der Suche anwenden. Sie entwickeln solches Zeugs ja nicht zum Spass.

Das bedeutet also, das man die Media Dateien in einer Sprache taggen kann und diese dann auch in anderen Sprachen gefunden wird.

Um dies sicherzustellen kann man allerdings auch die Bilder mit den Metatags in verschiedenen Sprachen tagen.

Vielfach wird auch das gleiche Bild in verschiedenen “Sprachversionen” verwendet. Also einmal das selbe Bild pro Sprache. Allerdings belastet dies das eigene System mit Speicherplatz und die Suchmaschinen wollen natürlich auch nicht das gleiche Bild mehrmals indexieren. Daher rate ich davon eher ab.

So, dann hoffe ich mal, dass der eine oder andere von solchen Blogposts profitieren kann. Habt ihr selber Fragen oder Themen aus dem Sichtbarkeitsbereich die euch beschäftigen? Wenn ich Lust und Zeit habe, werde ich sie euch gerne beantworten und weiterhin die interessantesten Cases hier publizieren. Meldet euch einfach. Am liebsten über die Mailadresse, die ihr hier rechts in der Sidebar findet.